iWatch ja oder nein? iOS 8 spricht dafür!

Design Konzept einer iWatch: iOS 8 bringt die nötigen Features für eine Apple Uhr© media2.giga.de

Über das Erscheinen einer iWatch wurde auf der WWDC 2014 kein Wort verloren, dafür wissen wir Einiges mehr über Apple’s neues Betriebssystem für mobile Geräte. Dass dieses nicht nur auf dem iPhone 6, sondern vielleicht schon bald am Handgelenk zum Einsatz kommt, ist im Hinblick auf die Features des neuen iOS 8 jedoch nicht ganz unwahrscheinlich.

Schon seit Tim Cook’s vielversprechendem Hinweis auf geplante neue Produktkategorien für 2014 wird wild über eine Apple-Uhr spekuliert, die den Smartwatches von Samsung, Nokia und Co. Konkurrenz machen soll. Weit vorne im Rennen liegen der Name “iWatch” und der Erscheinungsmonat September. Aber arbeitet Apple tatsächlich an einem entsprechenden Gerät? Seit der WWDC im Juni können wir diese Frage zwar noch immer nicht mit Sicherheit beantworten, allerdings gibt es mehr als einen Anhaltspunkt, der dafür spricht. Gerade iOS 8 für mobile Geräte, das auf der Apple-Konferenz vorgestellt wurde, weist mit neuen Funktionen auf das Erscheinen einer Apple-Smartwatch hin. Im Folgenden nehmen wir diese Features genauer unter die Lupe.

 

Health und Healthkit

Einer der Angelpunkte des neuen Mobil-Betriebssystems ist das Tracking gesundheitsbasierter Informationen über den User.  Zur Realisierung eines solchen Dienstes hat sich Apple in der Vergangenheit mehrere Experten unter anderem auf den Gebieten Fitness, Schrittzählung, Schlaf und Glucosespiegel-Kontrolle mit ins Boot geholt. Die entsprechende App wurde auf der WWDC bereits vorgestellt: “Health” liefert einen Überblick über zahlreiche Daten angefangen bei der Anzahl zurückgelegter Schritte bis zum Cholesterinspiegel, der Schlafqualität oder Blutgruppe. Das Tool “HealthKit” macht diese Daten für Entwickler zugänglich, um darauf basierend neue Apps zu programmieren. Nun liegt es nahe, dass zur Erhebung der Gesundheits- und Fitnessdaten ein Gerät genutzt werden soll, das der Nutzer ständig bei sich trägt, wie etwa eine Uhr am Handgelenk. Mit einer iWatch könnte das Potential von Health und HealthKit mit Sicherheit noch weiter ausgeschöpft werden.

 

Widget Apps

Die Herausforderung einer Smartwatch besteht in der Neuorganisierung der auf dem Bildschirm sichtbaren Elemente, denn der Platz ist begrenzt. Das neue Notification Center Widget System von iOS 8 könnte hierfür die Weichen stellen: Wie bereits auf der WWDC demonstriert wurde, sind die verkleinerten App-Fenster auf das Wesentliche reduziert und würden die Nutzung auf kleinen Bildschirmen ermöglichen. Da eine iWatch ohne Frage über iOS 8 mit dem iPhone verknüpft wäre, könnte sie darüber auf alle Daten der Vollversion zugreifen und müsste so hinsichtlich der Funktionen keine Abstriche machen. Dies ist nicht nur für die bereits vorgestellten Widgets Ebay und ESPN Sports denkbar, sondern auch für Apple’s Kalender, Wetter-App und viele weitere Dienste, die erst mit Einführung der iWatch ihr Potential entfalten könnten.

 

Schnellzugriff

Benutzerfreundlich ist eine Smartwatch erst dann, wenn ihre Funktionen mit nur wenigen Handgriffen aufgerufen und bedient werden können. Schliesslich ist die wichtigste Eigenschaft einer Verschmelzung von Smartphone und Armbanduhr ihre einfache und schnelle Bedienbarkeit. Mit den neuen “Quick Toggles” von iOS 8 könnte dies begünstigt werden: Apple erleichtert hier den Zugang zu Favoriten, die Beantwortung von Anrufen oder Mitteilungen oder die Verwaltung von E-Mails. Angesichts des deutlich kleineren Displays müssten die verschiedenen Dienste natürlich dennoch an die iWatch angepasst werden.


Handoff

Das “Handoff”-Feature in iOS 8 ermöglicht die automatische Verbindung verschiedener Apple-Geräte, was auch für die Integration einer iWatch äusserst nützlich wäre. Beispielsweise können Anrufe und SMS über den Cellular Chip des iPhones auch auf anderen Geräten angenommen und getätigt bzw. empfangen und gesendet werden. Zudem könnte die iWatch mittels Handoff auf den mobilen Hotspot eines sich im Umkreis befindlichen iPhones zugreifen.

 

iCloud

Da eine iWatch so klein und leicht wie möglich sein sollte, ist es eher unwahrscheinlich, dass grosse Mengen von Daten in ihrem Gehäuse untergebracht werden können. Umso praktischer wäre in diesem Zusammenhang die mit iOS 8 eingeführte iCloud, in der Daten verschiedenster Art abgespeichert und von mehreren Geräten geteilt werden können. (Quelle)

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